Hersteller-Profil: OSG

OSG - der Technologievorreiter

Der größte Hersteller von Gewindewerkzeugen OSG ist weltweit in 29 Ländern vertreten. Allein in Japan verfügt das Unternehmen über fünf Produktionswerke und gilt in diesem Markt als führend. Das kontinuierliche Wachstum und die Akzeptanz in den unterschiedlichsten Branchen resultieren einerseits aus durchweg qualitativ hochwertigen Werkzeugen, andererseits auch aus intensiver Forschung und Entwicklung. Seit Firmengründung wurden in diesen Bereich weit über 200 Millionen Euro investier.

SARTORIUS Werkzeuge ist der größte Handelspartner von OSG in Deutschland. Beide Unternehmen vertiefen die langjährige Zusammenarbeit in Form einer strategischen Partnerschaft und bündeln hierzu ihre Kompetenzen. Die Präzisionswerkzeuge des Technologieführers OSG ergänzen das bestehende Produktprogramm von SARTORIUS in idealer Weise. Somit wird die Möglichkeit geboten, auf das gesamte OSG­ Produktsortiment und eine damit verbundene größere Auswahl an Hochleistungswerkzeugen und Lösungen für die Zerspanung zuzugreifen. Beide Unternehmen und Ihre Vertriebsmannschaften sind eng vernetzt und gewährleisten damit einen optimalen Support.

Die Geschäftsführer Hans Plattes, SARTORIUS Werkzeuge und Yasushi Suzuki, OSG

Interview mit Yasushi Suzuki, der Geschäftsführer von OSG

OSG ist weltweit vertreten. Wie wird man da den unterschiedlichen Anforderungen gerecht?

Die Basis für Neuentwicklungen unserer Produkte sind überwiegend Vollhartmetallsubstrate, Beschichtungen und Geometrien. Die Zusammensetzungen, Eigenschaften oder auch geometrische Auslegungen werden in unserem Headquarter in Japan entwickelt.

Gilt höchste Qualität bei OSG auch für den Bereich Forschung und Entwicklung?

Ja, denn wir wollen unseren Kunden kontinuierlich und gleichbleibende Qualität anbieten. Deshalb stellt sich bereits bei der Entwicklung bei uns immer die Frage, wie lässt sich Qualität durchgängig und langfristig produzieren. Das heißt, gleichbleibende Qualität ist grundsätzlich wichtiger als einmalige Highlights zu produzieren.

Seit der Firmengründung sollen bei OSG in den Bereich Forschung und Entwicklung weit über 200 Millionen Euro geflossen sein. Können Sie uns da einige „Meilensteine“ nennen?

Im Bereich Automobilindustrie gibt es zahlreiche Beispiele wie Getriebe- und Abgastechnik oder auch Elektromobilität, die unsere Forschung und Entwicklung angeht. Es geht es aber nicht nur um Werkstoffe sondern auch um Varianten der Bearbeitungsprozesse. Es rückt beispielsweise bei der Zerspanung der Roboter immer mehr in den Vordergrund. Aktuell beschäftigen wir uns aber zusätzlich mit Projekten im Bereich Luft- und Raumfahrt. Speziell bei Flugzeugen, Raketen oder auch Satelliten kommen neue Werkstoffe zum Einsatz. Unabhängig von den Industriezweigen sind aber auch Neuentwicklungen notwendig, um die Trockenbearbeitung oder MMS zu realisieren.

Wie darf man sich solch einen Prozess vorstellen?

Wir arbeiten beispielweise aktuell an großen Projekten mit der Automobilindustrie. Ein Thema ist da MMS. Da stellt sich die Frage, welches Vollhartmetall und welche Beschichtung bewährt sich. Die Beschichtung ist ja nur drei bis fünf µm dick aber es geht auch um deren Haftung. Und die Geometrien spielen eine entscheidende Rolle. Bei sehr harten Materialien beispielsweise muss man Substrat und negative Schneiden sehr exakt bestimmen. Solch elementare Untersuchungen, Tests und schnelle Reaktionszeiten sind sehr wichtig, denn durch die rasanten Neuentwicklungen müssen hier ständig neue Ansätze getestet werden.

Wie hoch war denn der Invest in die Beschichtungstechnologie in den letzten Jahren und wie viele Mitarbeiter beschäftigt OSG in Forschung und Entwicklung?

Ausschließlich im Bereich Beschichtung dürfte man den Invest mit zirka 30 bis 40 Millionen Euro beziffern. Zum zweiten Teil Ihrer Frage: In Japan beschäftigen wir in Forschung und Entwicklung 150 Mitarbeiter, weltweit zirka 300 Mitarbeiter. Wobei ich dazu auch die Anwendungstechniker vor Ort zähle, denn die greifen ja kontinuierlich die aktuellen Kundenanforderungen auf und sind in ständigem Kontakt mit unseren Abteilungen Hartmetall, Beschichtung und Geometrie.

Woran arbeitet die OSG­ Mannschaft derzeit und was dürfen wir in Zukunft erwarten?

Auf Grund der derzeitigen weltweiten Anforderung konzentrieren wir uns sehr stark auf den Bereich Beschichtung. Dazu zählen unter anderem Diamantbeschichtungen, die vor allem in der Finishbearbeitung zahlreiche Möglichkeiten bieten.

OSG Produkt News

Problemlösung mit geringster Gratbildung

Mit dem ADF hat OSG einen Flachbohrer bzw. ein Anspiegelwerkzeug mit 180° Spitzenwinkel entwickelt. Dieses Werkzeug kommt zum Einsatz, wenn spezielle Zerspanungsaufgaben mit Standard­Bohrern nicht zufriedenstellend realisierbar sind. OSG sieht den Einsatz des ADF aber auch als Pilotbohrer beim Tieflochbohren. Der ADF gilt in Sachen Geometrie, Nutform und Beschichtung als das aktuelle Maß der Dinge. Das liegt u.a. an der neuen Premiumbeschichtung EgiAs, mit einer ausgezeichneten Verschleißfestigkeit. Diese Verschleißfestigkeit bezieht sich vorrangig auf die neue und sehr scharfe Schneidengeometrie. Einerseits sind durch diese scharfe Schneidengeometrie deutlich geringere Schnittkräfte notwendig, andererseits kommt es damit zu einer wesentlich geringeren Gratbildung, die vor allem bei Querbohrungen vermieden werden soll. Den ADF finden Sie im SARTORIUS­ Werkzeugkatalog auf Seite 10-­88.

Flachbohrer VHM 180° ADF-2D

Die passenden Bohrer finden Sie hier:

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Mit neuem Namen und Beschichtung weiter auf der Erfolgsspur

War der WDO­SUS bislang das Flaggschiff bei OSG, wird dies künftig der ADO­SUS. Der Grund dafür ist eine neue Beschichtung, mit der Bezeichnung „EgiAs“. OSG ist es gelungen, bei gleicher Schichtdicke von 3 µm mit EgiAs deutlich mehr Layer einzubringen als bisher üblich. Dadurch wird eine messbar höhere Verschleißfestigkeit erzielt. Erste Versuche haben gezeigt, dass so mit identischer Geometrie die Standzeiten zwischen 20 % - 40 % erhöht werden können. Allerdings setzt OSG auch entsprechendes technisches Know-­how in der Schneidengeometrie um. So können mit den neuen AD/ADO­ Bohrern auch die bisher gewohnten hohen Schnittgeschwindigkeiten, Vorschübe und Standzeiten beibehalten werden. Das heißt, selbst bei geringen oder hohen Schnittdaten erzielt man einen kurzen Span, der über das Kühlmittel abgeführt werden kann. Das neue „A ­Branding“ wird künftig auch auf das Tieflochbohren übertragen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass diese neue Qualität zu unveränderten Preisen angeboten wird. Weitere prädestinierte Einsatzfälle sieht OSG bei vorgegossenen Bohrungen oder Flachsenkungen. Den Bohrer gibt es in den Größen Ø 2 mm bis Ø 20 mm. Die ADO und ADO­SUS finden Sie im SARTORIUS­ Werkzeugkatalog auf den Seiten 10­-69, 10-77 und 10­-84.

VHM-Bohrer ADO-SUS-3D mit IK

Die passenden Bohrer finden Sie hier:

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VHM-Bohrer ADO-SUS-5D mit IK

Die passenden Bohrer finden Sie hier:

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VHM-Tieflochbohrer ADO

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